Lydia Graber
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Welsche Luft

Der Titel "Welsche Luft" (Italienische Luft) stammt aus dem Buch von Johann Kuhnau "Der musikalische Quacksalber" aus dem Jahr 1700. Kuhnau, ein angesehener Komponist und Gelehrter und der Vorgänger J.S.Bachs an der Thomaskirche in Leipzig, zeichnet in diesem Buch ein satirisches Bild des Musiklebens seiner Zeit und insbesondere der grenzenlosen Bewunderung von allem, was mit Italien zu tun hatte.
So wettert er gegen diejenigen, "welche meinen / ein Componist oder andrer Musicus, der nicht Italien gesehen / sie ein alberer Gritzkopff / und könne hingegen die Welsche Lufft die Leute von den vollkommensten Wissenschaften / wie etwa der Wind in einer gewissen Landschaft in Lusitania oder Portugall / (...) / die Pferde, schwanger machen".
An einer anderen Stelle gibt Kuhnau zu, "daß die Music und andere freyen Künste / was absonderlich die Manier anbetrifft / in Italien / sehr florieren..." , hofft aber es könne "das Clima bei den Geistern keines weges so viel würcken / als bey etlichen Früchten / da zum Exempel die bey [uns] erzeigte Citronen und Pomeranzen freylich nicht so auffkommen / als wie sie in Italien / Sina und dergleichen Ländern wachsen".
In unserem Konzert wollen wir uns gemeinsam vorstellen welche Wirkung die in Deutschland des 18. Jahrhunderts wehende Welsche Luft auf die Komponisten gehabt haben könnte.

Mit Werken von von A. Vivaldi, J.S. Bach, G.Ph. Telemann, G.F. Händel u.a.

Lydia Graber - Blockflöte
Barbara Danzer - Barockgeige
Gabriel Hasenburger - Barockcello
Dmitry Bondarenko - Cembalo

Ensemblefoto